Bürger, Gärten, Promenaden – Leipziger Gartenkultur im 18. und 19. Jahrhundert

34,50 

Lieferzeit: 3–5 Tage

Beschreibung

Nadja Horsch/Simone Tübbecke (Hrsg.)

Bürger, Gärten, Promenaden

Leipziger Gartenkultur im 18. und 19. Jahrhundert

Hardcover mit Schutzumschlag, 338 Seiten
24 x 30 cm, 386 Abbildungen
ISBN 978-3-95415-085-4
(ISBN der ersten Auflage 978-3-95415-072-4)

Zu den wichtigsten Markenzeichen der Stadt Leipzig gehörte im 18. und 19. Jahrhundert eine hochentwickelte Gartenkultur: Prächtige barocke Bürgergärten, frühe Landschaftsgärten und die Gärten der umliegenden Rittergüter sichern der Stadt einen bedeutenden Platz in der Gartenkunstgeschichte. Heute sind von dieser blühenden Gartenlandschaft nur noch Reste erhalten, und nur wenige Bildquellen sind einem breiteren Publikum bekannt. 
Mit dem prächtigen Band wird erstmalig eine Gesamtdarstellung dieser einzigartigen städtischen Gartenkultur publiziert. Bebildert durch zahlreiche historische Darstellungen soll das Buch einen lebendigen Eindruck der verschwundenen Pracht vermitteln.

Zur Leseprobe ►

REZENSIONEN

Seit Wolfgang Schneiders „Leipzig“ ist für meine Begriffe nicht wieder ein solcher Prachtband erschienen wie der jetzt von Horsch und Tübbecke herausgegebene. Er besticht nicht nur durch vorzügliche Drucktechnik, insbesondere bei den Stadtplänen, sondern auch durch die große Zahl bisher in keinen anderen Publikationen gezeigten Abbildungen. Ich kann zu dieser editorischen Meisterleistung nur gratulieren.
Dr. Horst Schulze

Städtische Lustplätze
Leipzigs berühmte Gartenkultur beeindruckt noch heute
Wer 2016 die Ausstellung »Gartenkunst in Leipzig« in der Universität verpasste, hat jetzt Gelegenheit, Versäumtes nachzuholen – vorausgesetzt, man hat eine Affinität zur Gartenkultur im 18. und 19. Jahrhundert. Zu weit hergeholt? Leipziger Gärten und gerade auch die Promenaden sind Teil der Leipziger Stadtkultur und es gibt nicht eben viele Publikationen, die Leipzigs Grün aufarbeiten. Inspiriert von der oben genannten Präsentation haben Nadja Horsch vom Institut für Kunstgeschichte der Universität Leipzig und Simone Tübbecke von der Kustodie unter Mitwirkung von Studierenden das Buch »Bürger Gärten Promenaden« herausgegeben. In ihrer Einleitung verweisen sie zu Recht darauf, dass die Stadt in ihrer Geschichte zwar gern auf Traditionen im Buchgewerbe, der Messe und der bildenden Kunst verweist, ihren bedeutenden Platz in der Gartenkunstgeschichte aber nur am Rande erwähnt. Die 30 Autoren halten in drei zeitlich zwischen 1690 und 1870 gegliederten Kapiteln die Erinnerung an unglaublich schöne, ästhetisch und sinnlich gestaltete historische Anlagen wach. Darunter finden sich noch heute geläufige Namen wie Apels Garten oder das Rittergut Abtnaundorf. Weniger bekannte wie die Klein- und Großbosischen Gärten, der Trianongarten sowie »ländliche Lustplätze auf adeligen Landsitzen und bürgerlichen Rittergütern« bewahren sie vor dem Vergessen. Im zweiten Kapitel mit dem Titel »Leipzig und der Landschaftsgarten« wird auch die für Laien überraschende Vielfalt der botanischen Vielfalt der botanischen Pflanzenwelt beleuchtet.
Der gut zwei Kilogramm schwere Wälzer ist wahrlich kein Stoff für die Jackentasche, aber dank seiner anschaulich geschriebenen Texte, die Bilder, Lithografien und Zeichnungen ergänzen, eine empfehlenswert-inspirierende Lektüre.
Petra Mewes, Kreuzer, Oktober 2019

 

Menü