Die Leipziger Gesellschaft Harmonie gestern und heute

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Beschreibung

Die Leipziger Gesellschaft Harmonie gestern und heute
Neue Schlaglichter auf eine alte Gesellschaft

Sonderheft der LEIPZIGER BLÄTTER anlässlich des 250. Jubiläums dieser bürgerlichen Vereinigung

Broschur, 96 Seiten
22,5 x 30 cm, 145 Abbildungen
ISBN 978-3-95415-177-6

Im Winter 1775/76 gründete sich mit der Gesellschaft Harmonie in Leipzig eine gesellige Vereinigung, in der sich über Generationen hinweg die angesehensten und einflussreichsten Männer der Stadt zu täglicher Unterhaltung, Spiel und Lektüre trafen. Die Gesellschaft Harmonie ist ein Kind der Aufklärung; in ihrem Selbstverständnis sieht sie sich der Entwicklung von der ständischen zur aufgeklärten, nach Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit strebenden bürgerlichen Gesellschaft verbunden. In der Bürgertumsforschung gilt der Verein als ein wichtiger Ort, an dem sich die jeweiligen Stadteliten zusammenfanden und so auch als politische Macht konstituierten. Ihre Mitgliederlisten lesen sich wie das Who’s who der Leipziger bürgerlichen Führungskräfte. Die Gesellschaft vereinigte, so die Leipziger Neuesten Nachrichten zum 150-jährigen Jubiläum am 16. März 1926, die „tüchtigsten Köpfe der gebildeten Kreise“ Leipzigs zu heiterer Geselligkeit und Wohltätigkeit. Die Harmonie überstand politisch wechselhafte Zeiten, auch das „Dritte Reich“. Nach einer Zwangspause in der DDR wurde sie 1994 wiederbelebt. Heute hat sie eine neue, den modernen Bedingungen angepasste Organisationsform und andere Schwerpunkte, führt aber auch alte Traditionen fort. Von Beginn an sah sich die Harmonie der Wohltätigkeit, der Armenunterstützung, der Philanthropie verpflichtet. Auch die neue Harmonie hat sich das Gemeinwohl auf die Fahnen geschrieben.

Aus dem Inhalt
Heinz Hartwig Böhmer, Vorstandsvorsitzender der Gesellschaft Harmonie zu Leipzig · Die Leipziger Gesellschaft Harmonie feiert 2026 ihr 250. Gründungsjubiläum
Dieter Lindenlaub · Neue Schlaglichter auf eine alte Gesellschaft – Eine Einführung
Anett Müller · Zur Überlieferung der Gesellschaft Harmonie oder Was tun, wenn es kein Archiv (mehr) gibt …
Thorsten Maentel · Die Gesellschaft Harmonie von 1776 bis 1848 – Allianz der bürgerlichen Elite Leipzigs zwischen Aufklärung und Revolution
Margaret E. Menninger · Ein Verein für alles – Die Gesellschaft Harmonie und die bildenden und darstellenden Künste im Leipzig des 19. Jahrhunderts
Andreas Schneider · Das kommunalpolitische Engagement – Mitglieder der Harmonie im Leipziger Stadtrat und in der Stadtverordnetenversammlung von 1831 bis 1919
Thomas Keiderling · Vertreter der Buchstadt Leipzig in der Gesellschaft Harmonie – Ein quantitativer Überblick
Betina Kaun · Das Klubhaus der Gesellschaft Harmonie von 1887 – Arwed Rossbachs Repräsentationsbau der italienischen Neurenaissance
Dieter Lindenlaub · Vom Überleben eines Herrenklubs in der Diktatur – die Harmonie im »Dritten Reich«
Helge-Heinz Heinker · Die Idee der Bürgerlichkeit für heute neu denken – Ein Gespräch mit Walter Christian Steinbach und Dr. Anselm Hartinger