Die Leipziger Gesellschaft Harmonie gestern und heute
Neue Schlaglichter auf eine alte Gesellschaft
Sonderheft der LEIPZIGER BLÄTTER anlässlich des 250. Jubiläums dieser bürgerlichen Vereinigung
Erscheint im März 2026 – Vorbestellungen werden gern entgegengenommen
Broschur, 96 Seiten
22,5 x 30 cm, zahlreiche Abbildungen
ISBN 978-3-95415-177-6
Im Winter 1775/76 gründete sich mit der Gesellschaft Harmonie in Leipzig eine gesellige Vereinigung, in der sich über Generationen hinweg die angesehensten und einflussreichsten Männer der Stadt zu täglicher Unterhaltung, Spiel und Lektüre trafen. Die Gesellschaft Harmonie ist ein Kind der Aufklärung; in ihrem Selbstverständnis sieht sie sich der Entwicklung von der ständischen zur aufgeklärten, nach Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit strebenden bürgerlichen Gesellschaft verbunden. In der Bürgertumsforschung gilt der Verein als ein wichtiger Ort, an dem sich die jeweiligen Stadteliten zusammenfanden und so auch als politische Macht konstituierten. Ihre Mitgliederlisten lesen sich wie das Who’s who der Leipziger bürgerlichen Führungskräfte. Die Gesellschaft vereinigte, so die Leipziger Neuesten Nachrichten zum 150-jährigen Jubiläum am 16. März 1926, die „tüchtigsten Köpfe der gebildeten Kreise“ Leipzigs zu heiterer Geselligkeit und Wohltätigkeit. Die Harmonie überstand politisch wechselhafte Zeiten, auch das „Dritte Reich“. Nach einer Zwangspause in der DDR wurde sie 1994 wiederbelebt. Heute hat sie eine neue, den modernen Bedingungen angepasste Organisationsform und andere Schwerpunkte, führt aber auch alte Traditionen fort. Von Beginn an sah sich die Harmonie der Wohltätigkeit, der Armenunterstützung, der Philanthropie verpflichtet. Auch die neue Harmonie hat sich das Gemeinwohl auf die Fahnen geschrieben.






